Gewähltes Thema: Tod und Jenseits: Mythen aus aller Welt. Eine einfühlsame Einladung, uralte Vorstellungen, bewegende Rituale und lebendige Erzählungen zu entdecken, die Menschen überall verbinden – und uns Mut machen, über das Unaussprechliche zu sprechen.

Wer bin ich nach dem letzten Atemzug? Mythen bieten Bilder, die größer sind als Worte: Gärten, Brücken, Flüsse, Hallen. Sie geben Sprache, wo Angst wohnt, und Orientierung, wo das Unbekannte beginnt. Was bedeuten diese Bilder dir persönlich?
Vom Anzünden einer Kerze bis zur Prozession durch die Nacht: Rituale gestalten Abschied als Weg und nicht als Abgrund. Sie erlauben Trauernden, aktiv zu handeln, Erinnerungen zu teilen und der Stille eine menschliche Form zu geben. Welche Bräuche kennst du?
Mythen halten Gegensätze zusammen: Strafe und Erlösung, Schatten und Licht, Ende und Anfang. Gerade diese Ambivalenz macht sie ehrlich und lebendig. Erzähle uns, welche Erzählung dir half, in schweren Momenten Halt zu finden und Hoffnung zu bewahren.

Weltreise der Jenseitsvorstellungen

Im altägyptischen Glauben wird das Herz des Verstorbenen gegen die Feder der Maat gewogen. Ist es leicht, winkt ein seliges Weiterleben; ist es schwer, droht Vernichtung durch Ammit. Diese Szene erinnert daran, wie sehr Ethik und Jenseits verknüpft sind.

Weltreise der Jenseitsvorstellungen

In mesoamerikanischen Erzählungen wartet Mictlan mit Prüfungen, Flüssen und Bergen. Ein treuer Xoloitzcuintli-Hund führt sicher durch Dunkelheit und Wind. Neun Ebenen fordern Geduld und Mut – ein Bild davon, dass Liebe und Begleitung selbst im Abschied weitertragen.

Symbole des Abschieds und der Erinnerung

Münzen für den Fährmann

Die Vorstellung, dem Fährmann eine Münze zu geben, taucht in vielen Erzählungen auf. Sie macht den Übergang greifbar: ein Ticket über den Fluss. Moderne Pendants sind Blumen auf Grabsteinen, Briefe im Schuhkarton oder Spenden im Namen der Verstorbenen.

Speisen und Altäre

Wo Menschen den Ahnen Essen hinstellen, ist Nähe spürbar. Duftende Früchte, Lieblingsgebäck, Salz und Wasser sagen: Du fehlst, und du gehörst zu uns. Altäre verwandeln Trauer in Gemeinschaft, indem sie den Alltag liebevoll an die Toten anbinden.

Was Mythen lehren: Ethik, Hoffnung, Identität

Das gewichtete Herz

Die ägyptische Waage erinnert: Ein leichtes Herz wächst aus Taten der Gerechtigkeit, Geduld und Zärtlichkeit. Mythen lehren nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Bildern, die nachwirken. Welche kleinen Entscheidungen lassen dein Herz heute leichter werden?

Bilder und Bücher als neue Mythenerzähler

Aktuelle Romane und Zeichnungen greifen Ahnenfeste, jenseitige Reisen und sprechende Flüsse auf. Sie mischen Humor und Sanftmut mit Ernst. So entstehen Zugänge, die Jugendlichen wie Großeltern offenstehen. Welche Geschichte hat dich zuletzt unerwartet getröstet?

Musik und Abschiedsrituale

Lieder bei Abschieden sind mehr als Begleitung; sie sind Brücken aus Klang. Ein Refrain kann eine Familie zusammenhalten, ein Chor die Luft zum Träger von Erinnerungen machen. Teile deine Abschieds-Playlist und erzähle, welches Stück dir durch die Nacht half.

Digitales Gedenken und Gemeinschaft

Online-Gedenkseiten, geteilte Fotoalben und virtuelle Kerzen zeigen: Erinnerung findet Wege. Kommentare werden zu Kondolenzbüchern, Kalender erinnern an Jahrestage. Mit Achtsamkeit gepflegt, können solche Orte trösten. Wie gestaltest du digitale Räume, die zart und respektvoll bleiben?
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